Gramatika pa doiche

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Alphabet und Aussprache

Heutzutage ist das lateinische Alphabet das verbreitetste, so dass es als offizielle Schrift für Lidepla gewählt wurde. Das Lidepla-Alphabet besteht aus 25 Buchstaben; q wird nicht benutzt und c erscheint nur in der Kombination ch:

A, B, Ch, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M,

a, b, ch, d, e, f, g, h, i, j, k, l, m

[ɑ], [b], [tʃ], [d], [e], [f], [ɡ], [h] ~ [x], [i], [dʒ], [kh], [l], [m]

a, be, che, de, e, ef, ge, ha, i, ja, ka, el, em


N, O, P, R, S, T, U, V, W, X, Y, Z

n, o, p, r, s, t, u, v, w, x, y, z

[n], [o], [ph], [r], [s] ~ [z], [th], [u], [v], [w], [ks] ~ [gz], [j], [dz]

en, o, pe, er, es, te, u, ve, wa, iks, ye, ze


1.1. Die Basis-Vokale sind a, e, i, o, u und werden in Lidepla stets gleich gesprochen. Sie entsprechen der deutschen Aussprache. Einige Beispiele einsilbiger Wörter mit den Basis-Vokalen:

ba [bɑ] Imperativ-Partikel

me [me] ich, mich

li [li] sie (Mehrzahl)

to [tho] jenes, das

ku [khu] Fragepartikel


Der Buchstabe y wird auch benutzt. Er klingt generell wie i, wird jedoch niemals betont. Beispiele:

ya [jɑ] ja

yo [jo] schon

yu [ju] du, ihr, Sie

ye [je] es gibt

lyu [lju] (zurück-)lassen

may [mɑj] mein

ley [lej] ihr


1.2. Die Konsonanten sind b, d, g, p, t, k, x, j, ch, z, f, v, w, s, sh, h, m, n, r, l, ng:

1.2.1. b, d, g sind stimmhafte Plosive, können jedoch auch als stimmlose, nicht aspirierte Plosive gesprochen werden:

bu [bu] nicht

de [de] der/des

ga [ɡɑ] ganz und gar

1.2.2. p, t, k sind stimmlose Plosive mit Aspiration

pan [phɑn] Brot

tak [thɑk] solch

kun [khun] mit

1.2.3. Der Buchstabe x klingt wie [ks]; vor einem Konsonanten kann es als einfaches [s] gesprochen werden, zwischen Vokalen als [gz]:

ex [eks] ex

1.2.4. j, ch, z sind Affrikate:

jan [dʒɑn] wissen

chay [tʃɑj] Tee

zun [dzun] sich beschäftigen

1.2.5. f, v, w (die Aussprache von v und w kann sich im Bereich [v] ~ [w] bewegen, ohne dass es zu Verwechselungen kommen kann)

fa [fɑ] (zu etwas) werden

val [vɑl] wert sein

wo [wo] wo

1.2.6. s, sh sind Zischlaute (das s kann zwischen Vokalen auch stimmhaft gesprochen werden)

se [se] dies

shu [ʃu] Schuh

1.2.7. h kann wie das h in „Haus“ oder das ch in „Dach“ gesprochen werden

hu [hu] – wer

mah [mɑx] – veranlassen

1.2.8. m, n, r, l

man [mɑn] Mann

ruf [ruf] Dach

la [lɑ] wiederholt ein Nomen

1.2.9. Die Kombination ng wird wie das deutsche ng gesprochen:

bruing [bruiŋ] das (Bier-)Brauen

Wort-Betonung

2.1. Die Grundregel ist folgende: Der Vokal vor dem letzten Konsonanten bzw. y wird betont. Wenn also das Wort auf einem Konsonanten endet, wird die letzte Silbe betont:

kalam [khɑˈlɑm] Schreibstift

sabah [sɑˈbɑx] Morgen


Endet das Wort jedoch auf einem Vokal, so wird die vorletzte Silbe betont:

mata [ˈmɑthɑ] Mutter

kitaba [khiˈthɑbɑ] Buch

familia [fɑˈmiljɑ] Familie


Das y selbst wird nie betont, kann jedoch die Position der Betonung beeinflussen:

dey [dej] Tag

ruchey [ruˈtʃej] Bach


Wenn zwei Vokale in einer Silbe vorkommen, sollte man daran denken, dass u und i in Kombinationen (au, eu, ai, ei, oi) nicht betont werden und o nicht in ao:

dao [dɑo] Weg

auto [ˈɑutho] Auto

euro [ˈeuro] Euro

fail [fɑjl] Datei, Akte

meil [mejl] Post

asteroida [ɑsteˈrojdɑ] Asteroid


2.2. Da Lidepla versucht verbreitete Aussprachen beizubehalten gibt es jedoch einige Ausnahmen. Es gibt vier Endungen die nie betont werden:

…um: forum [ˈforum] Forum, vakum [ˈvɑkhum] Vakuum, sirkum [ˈsirkhum] drum herum

…us: virus [ˈvirus] Virus, sirkus [ˈsirkhus] Zirkus

…er: super [ˈsupher] super, kompyuter [komˈphjuter] Computer

…en: examen [eɡˈzɑmen] Examen, iven [ˈiven] selbst, sogar


Die Endungen …ik… und …ul… in einfachen (nicht zusammengesetzten) Nomen und Adjektiven werden nicht betont:

Afrika [ˈɑfrikhɑ] Afrika, publika [ˈphublikhɑ] Publikum, fabula [ˈfɑbulɑ] Fabel, Märchen, formula [ˈformulɑ] Formel, logike [ˈloɡikhe] logisch, stimula [ˈstimulɑ] Stimulus, politike [phoˈlithikhe] Politik, gramatika [ɡrɑˈmɑthikhɑ] Grammatik


Die Endungen …im… wird nicht betont: minim [ˈminim] am wenigsten, minimum [ˈminimum] Minimum, maximum [ˈmɑksimum] Maximum


In einigen speziellen Fällen wird eine von den bisherigen Regeln abweichende Betonung durch einen verdoppelten Vokal angezeigt (der Vokal wird nicht länger gesprochen):

adyoo [ɑdˈjo] Tschüss

namastee [nɑmɑsˈte] hallo, wie geht es?


2.3. Zusammengesetzte Wörter behalten die Betonung der einzelnen Komponenten. Die Betonung ändert sich in den folgenden Fällen nicht:

a) in der Plural-Form von Nomen (…(e)s):

kitaba [khiˈthɑbɑ] Buch - kitabas [khiˈthɑbɑs] Bücher

man [mɑn] Mann - manes [ˈmɑnes] Männer


b) Adverbien abgeleitet aus Adjektiven:

jamile [dʒɑˈmile] schön (Adj.) - jamilem [dʒɑˈmilem] schön (Adv.)


c) Nomen abgeleitet aus Verben:

lopi [ˈlopi] laufen - loping [ˈlopiŋ] Laufen


Die Syntax einfacher Sätze

3.1. Wortreihenfolge in einem einfachen Satz

3.1.1. normalerweise: Subjekt – Prädikat – Objekt

Me lubi yu. – Ich liebe dich.


3.1.2. Bei geänderter Wortreihenfolge werden spezielle Partikeln benutzt:

a) da (vor dem Subjekt)

b) den (vor dem Objekt):

Me lubi yu. – Ich liebe dich.

Lubi da me. – Ich liebe.

Den yu me lubi. – Dich liebe ich.


3.2. Wortreihenfolge in einer Phrase

3.2.1. Das Adjektiv steht normalerweise vor dem Nomen.

Es may syao son. – Das ist mein kleiner Sohn.


3.2.2. Zur Hervorhebung des Adjektivs kann dieses nach dem Nomen platziert werden.

Me pri elay gran okos blu. – Ich mag ihre großen blauen Augen.

3.3. Nominalphrase und prädikatives Adjektiv

May mata es talimer. – Meine Mutter ist Lehrerin.

May sista yao bikam leker. – Meine Schwester möchte Ärztin werden.

Sey gela es muy jamile. – Dieses Mädchen ist sehr schön.

Es jamile hir. – Es ist schön hier.


3.4. Unpersönlicher Satz (ohne Subjekt)

Pluvi gro. – Es regnet sehr.

Treba shwo. – Es ist nötig zu sprechen.

Es garme. – Es ist heiß.


3.5. Negation

3.5.1. Die Negationspartikel bu wird der Verbgruppe vorangestellt.

Lu bu somni. – Er schläft nicht.

Me bu wud yao resti dar. – Ich würde nicht dort bleiben wollen.


3.5.2. Gibt es mindestens ein negierendes Wort in der Phrase, so erhält die ganze Phrase eine negative Bedeutung. Wenn es mehrere negierende Wörter gibt, so wird die negative Bedeutung dadurch stärker betont.

Lu bu samaji nixa, neva! – Er versteht überhaupt nichts, niemals!


3.6. Allgemeine Fragen

3.6.1. Die Fragepartikel ob am Anfang der Phrase:

Ob yu lubi me? – Liebst du mich?

3.6.2. Mögliche Antworten: ya (ja), non (nein), doh (doch)

Ob yu lubi me? – Ya, me lubi. / Non, me bu lubi.

Liebst du mich? – Ja, ich liebe (dich). / Nein, ich liebe (dich) nicht.


Ob yu bu lubi me? – Ya/non, me bu lubi. / Doh, me lubi.

Liebst du mich nicht? – Ja/Nein, ich liebe (dich) nicht. / Doch, ich liebe (dich).


3.6.3. Andere Möglichkeiten eine allgemeine Frage zu stellen:

a) bu ver? (nicht wahr?) nach der Phrase, mit Komma:

Es hao meteo, bu ver? – Das Wetter ist gut, nicht wahr?

Mögliche Antworten: ver (ja, das stimmt), bu es ver (nein, das stimmt nicht).

b) Verbwiederholung mit der Partikel -bu-:

Yu lai-bu-lai? – Kommst du (oder nicht)?

3.7. Spezielle Frage

In einer speziellen Frage wird das Fragewort an den Anfang der Phrase gestellt, die Wortreihen�folge bleibt bestehen. Nur in einer Phrase mit dem Verb bi/es/bin kann die Wortreihenfolge (wie im Deutschen) vertauscht werden:

Wo es may kalam? – Wo ist mein Schreibstift?

3.7.1. hu (wer): Hu somni? – Wer schläft?

3.7.2. kwo (was): Kwo yu vidi? – Was siehst du?

3.7.3. kwel (welche, welcher Art): Kwel flor yu pri? – Welche Blume magst du?

3.7.4. komo (wie): Komo yu zwo se? – Wie machst du dies?

3.7.5. way (warum): Way yu bu somni? – Warum schläfst du nicht?

3.7.6. wen (wann): Wen yu lai? – Wann kommst du?

3.7.7. wo (wo): Wo es may docha? – Wo ist meine Tochter?

3.7.8. a wo (wohin): A wo yu yao go? – Wohin willst du gehen?

3.7.9. fon wo (woher): Fon wo yu lai? – Woher kommst du?

3.7.10. kwanto (wie viel, wie viele): Kwanto bonbon yu he chi? – Wie viele Bonbons hast du gegessen?


3.8. Hervorhebung der Bedeutung der gesamten Phrase: ya (vor oder nach dem Prädikat)

Me ya lubi yu! – Ich liebe dich ja!

Es ya hao dey! – Es ist ja ein guter Tag!


3.9. Hervorhebung eines einzelnen Wortes: hi (in einer Aussage), ku (in einer Frage)

Me hi bu yao somni. – Ich will nicht schlafen.

Yu ku bu yao somni? – Du willst nicht schlafen?


Die Syntax zusammengesetzter Sätze

4.1. Das Thema des Satzes kann an den Anfang gesetzt werden.

Sey aksham, ob yu ve go a koylok? – Gehst du heute Abend irgendwo hin?


4.2. Einfache Sätze können durch Konjunktionen oder durch die Kombination „Präposition + ke“ verknüpft werden:

Me pri gani e yu pri rasmi. – Ich singe gerne und du zeichnest gerne.

Me wud yao lekti bat kitaba yok. – Ich würde lesen wollen, aber es gibt kein Buch.

Me promeni obwol pluvi. – Ich gehe spazieren, obwohl es regnet.

Me mog go adar, bat sol kun ke yu go toshi. – Ich kann dorthin gehen, aber nur wenn du auch gehst.


4.3. Ein einfacher Satz kann Bestandteil eines anderen Satzes sein. Er kann die Stelle einnehmen vom:

4.3.1. Objekt

a) mit der Konjunktion ke:

Me vidi ke ela rasmi. – Ich sehe, dass sie zeichnet.

b) mit Präposition + Konjunktion ke:

Me shwo om ke yu bu gun. – Ich spreche darüber, dass du nicht arbeitest.

c) mit der Partikel ob:

Me bu jan ob ta es in dom. – Ich weiß nicht ob er/sie im Haus ist.

d) mit einem Fragewort:

Me jan kwo yu yao. – Ich weiß was du willst.

e) nach Verben der Wahrnehmung (vidi – sehen, kan – schauen, audi – hören, slu – zuhören etc.) kann die Kombination „Nomen + Partizip“ eingesetzt werden:

Me vidi ela rasmi-she. – Ich sehe sie zeichnend.


4.3.2. Attribut

a) Wenn die Attribut-Phrase vor dem Nomen steht, wird dies durch ti … na gekennzeichnet:

[Ti yu vidi na] boy janmog gani hao. – [Du siehst] den Knaben der gut singen kann.

b) Wenn die Attribut-Phrase nach dem Nomen steht, wird sie durch die Konjunktion ke eingeleitet:

Boy [ke yu vidi] janmog gani gro-hao. – Der Knabe [, den du siehst,] kann großartig singen.

To [ke yu shwo] es hao. – Das [, was du sagst,] ist gut.

c) Die Attribut-Phrase kann das gleiche Subjekt haben wie der Hauptsatz. In diesem Fall wird das Pronomen kel (… na) benutzt:

Me vidi boy [kel janmog gani gro-hao]. – Ich sehe den Knaben [, der großartig singen kann].

Boy [kel janmog gani gro-hao na] es hir. – Der Knabe [, der großartig singen kann,] ist hier.


4.3.3. Prädikat

a) mit der Partikel ke:

May opina es [ke yu es verem jamile]. – Meine Meinung ist [, dass du wahrlich schön bist].


Nomina

Beispiele: jen (Mensch), arda (Erde), flor (Blume), animal (Tier).

5.1. Einzahl (Singular) / Mehrzahl (Plural)

a) Die Grundform eines Nomens enthält keine feste Ein- bzw. Mehrzahl:

jen – ein Mensch / mehrere Menschen

un jen – ein Mensch

dwa jen – zwei Menschen

mucho jen – viele Menschen

jenes – Menschen

b) Mehrzal (die Betonung bleibt auf dem Vokal):

wenn das Wort auf einem Vokal endet: …s

un kitaba – ein Buch, kitabas – Bücher

un tabla – ein Tisch, tablas – Tische


wenn das Wort auf einem Konsonanten endet: …es

un flor – eine Blume, flores – Blumen

un animal – ein Tier, animales – Tiere


5.2. Fall (Kasus):

a) Es gibt keine speziellen Formen für den Fall.

b) Ein Wechsel der Wortreihenfolge wird durch die Partikel den ausgedrückt (siehe 3.1.2):

Den sey flor me pri. – Diese Blume mag ich.

den dom sobre – über dem Haus

c) Nominativ-Marker ist da (nur bei Bedarf, siehe 3.1.2):

Mata samaji me sam hao kom da yu. – Mutter versteht mich genauso gut wie du (mich verstehst).

Mata samaji me sam hao kom den yu. – Mutter versteht mich genauso gut wie (sie) dich (versteht).


5.3. Geschlecht:

a) Nomen enthalten normalerweise kein Geschlecht.

amiga – Freund (männlich oder weiblich)

b) Man kann das Geschlecht von Menschen oder Tieren spezifizieren durch:

b.1) die Partikeln man- und gin-

leker – Arzt, man-leker – männl. Arzt, gin-leker – Ärztin

kota – Katze, man-kota – Kater, gin-kota – weibl. Katze

b.2) Austausch von …a durch …o bzw. …ina:

amiga – Freund, amigo – männl. Freund, amigina – Freundin

c) Einige Nomen sind fest mit dem Geschlecht verbunden:

man – Mann / gina – Frau

boy – Knabe / gela – Mädchen

patra – Vater / mata – Mutter

son – Sohn / docha – Tochter

opa – Großvater / oma – Großmutter

brata – Bruder / sista – Schwester

onkla – Onkel / tia – Tante


5.4. Appositionen können gekennzeichnet werden mit to (von to es – das ist):

Me to kitabnik lekti mucho. – Ich, als Buchliebhaber, lese viel.

Molya gro-lubi suy mursha to soldata. – Die Ehefrau himmelt ihren Mann, den Soldaten, an.


5.5. Es gibt keinen Artikel. Das Zahlwort un (eins) und Demonstrativ-Pronomen wie sey (dieser) werden stattdessen bei Bedarf verwendet.

Pronomen

6.1. Personalpronomen: me, yu, ta, lu, ela, it, oni; nu, li

me (1. Person sing.)

yu (2. Person sing.)

lu (3. Person sing. männl.)

ela (3. Person sing. weibl.)

it (3. Person sing. sächl.)

ta (3. Person sing. männl./weibl.)

oni (3. Person sing. unpersönlich)


nu (1. Person plural)

yu oli (2. Person plural)

ll ambi (3. Person dual)

li (3. Person plural)


Die Form yu oli (und äquivalente Formen wie yu ambi, yu tri, yu otres usw.) werden nur falls nötig benutzt.

Nu vidi li. – Wir sehen sie.

Me dumi om yu. – Ich denke über dich nach.

Oni shwo ke … – Man sagt, dass …

Es kitaba. Me pren it. – Dies ist ein Buch. Ich nehme es.

Me hev dwa kota. Ambi es swate. – Ich habe zwei Katzen. Beide sind schwarz.


6.2. Reflexivpronomen: swa (sich selbst), mutu (gegenseitig, einander)

Me woshi swa. – Ich wasche mich (selbst).

Ela lubi swa. – Sie liebt sich selbst.

Nu lubi mutu. – Wir lieben uns (gegenseitig).


6.3. zusammengesetzte Pronomen:

koywan – jemand

koysa – etwas

eniwan – irgendjemand

enisa – irgendetwas

kadawan – jeder

oli – jeder, alle (Personen)

olo – jedes, alles

nulwan – niemand

nixa – nichts


6.4. Demonstrativpronomen: se (dies), to (das, jenes)

Se es auto, to es avion. – Dies ist ein Auto, das ist ein Flugzeug.


6.5. Relativpronomen:

a) ke (welches/das – Objekt)

Es kitaba ke yu he lekti. – Dies ist das Buch, das du gelesen hast.

b) kel (wer/welcher – Subjekt, oder mit einer Präposition)

Es boy kel janmog gani muy hao. – Dies ist der Knabe, der sehr gut singen kann.

Es boy om kel me he shwo. – Dies ist der Knabe, über den ich sprach.

6.6. sama (dasselbe)

Hao Nove Yar! – Sama a yu! – Frohes Neues Jahr! – Dir ebenfalls!

Adjektive

Beispiele: hao (gut), jamile (schön), blu (blau).

7.1. Vergleich:

a) pyu … kem (mehr … als), meno … kem (weniger … als)

May syao kamila es pyu jamile kem yur gran rosa. – Meine kleine Kamille ist schöner als deine große Rose.

b) sam … kom (so … wie)

Sey flor es sam jamile kom toy-la. – Diese Blume ist genauso schön wie jene (Blume).

c) zuy (am meisten), minim (am wenigsten)

Luy auto es zuy kway. – Sein Auto ist das schnellste.

d) kem …, tem (je …, desto …)

kem pyu kway, tem pyu hao – je schneller, desto besser


7.2. Verstärkung, Intensivierung:

a) muy (sehr): Ela es muy jamile. – Sie ist sehr schön.

b) tro (zu, zu sehr): Sey panta es tro gran. – Diese Hose ist zu groß.

c) idyen (etwas, ein bisschen): Yur klaida es idyen mokre. – Deine Kleidung ist etwas feucht.

d) basta (genug): Sey dom es basta gran. – Dieses Haus ist groß genug.

e) aika (ziemlich): aika hao – ziemlich gut

f) ga (ganz und gar, völlig): Kinda es ga gande. – Das Kind ist ganz schmutzig.


7.3. Pronomen die als Adjektive fungieren a) besitzanzeigend (Possessivpronomen): may, yur, luy, elay, suy, nuy, ley

may (1. Person sing.)

yur (2. Person sing.)

luy (3. Person sing. männl.)

elay (3. Person sing. weibl.)

suy (3. P. sing. männl./weibl.)

nuy (1. Person plural)

yur (2. Person plural)

ley (3. Person plural)


Wo es yur mata? – Wo ist deine Mutter?

b) swa-ney (eigene)

Me pren swa-ney bao, bu yur shapa. – Ich nehme meine eigene Tasche, nicht deinen Hut.

c) Demonstrativpronomen: sey (diese), toy (jene), tal (solche)

Sey dom es gao. – Dieses Haus ist hoch.

Me bu pri tal joka. – Ich mag solche Scherze nicht.

d) spezifizierende Pronomen:

koy – etwas

eni – irgend

kada – jedes

otre – anders

same – gleich

nul – kein

ol – alles

Kada gina pri chokolat. – Jede Frau mag Schokolade.

Nul kota pri chi legum. – Keine Katze isst gern Gemüse.

Adverbien

Beispiele: hao (gut), klarem (klar).

8.1. Vergleich: siehe 7.1. Vergleich für Adjektive

8.2. Demonstrativ

a) der Art und Weise: tak (so, auf diese Art)

Me bu pri wen yu shwo tak. – Ich mag es nicht, wenn du so sprichst.

b) Intensivadverb: tanto (so, so viel, so sehr)

Yu bu gai shwo tanto lautem. – Du solltest nicht so laut sprechen.

tanto kway kom posible – so schnell wie möglich

c) Ort: hir (hier), dar (dort, da)

Me es hir, yu es dar. – Ich bin hier, du bist dort.

d) Richtung: ahir (hierher), adar (dorthin)

Lai ba ahir! Nau go ba adar! – Komm hierher! Jetzt geh dorthin!

e) Zeit, Umstand: dan (dann)

dan me bu mog-te – dann (zu der Zeit) konnte ich nicht

dan me bu go – dann (unter dem Umstand) gehe ich nicht

8.3. Zusammengesetzte Pronomen

a) Ort:

koylok – an einem Ort

enilok – an irgendeinem Ort, irgendwo

kadalok – überall

otrelok – anderswo

nullok – nirgendwo

Lu lekti mucho; luy kitaba es kadalok. – Er liest viel; seine Bücher sind überall.

Hir yur bao yok, shuki ba otrelok. – Deine Tasche ist nicht hier, suche anderswo.


b) Zeit:

koytaim – zu einer Zeit

enitaim – irgendwann

oltaim – die ganze Zeit

koyves – manchmal

otreves – ein andermal

kadaves – jedesmal

unves – einmal

nulves – keinmal, niemals

Koytaim me ve go a Paris. – Einmal werde ich nach Paris gehen.

Lu lekti oltaim. – Er liest die ganze Zeit.

c) Art und Weise: koykomo (auf eine Art), enikomo (irgendwie)

Yu mog resolvi sey taska enikomo. – Du kannst diese Aufgabe irgendwie lösen.

d) Grad: koygrad (teilweise), nulgrad (überhaupt nicht)

Me sol koygrad samaji yu. – Ich verstehe dich nur teilweise.

e) andere: olosam (sowieso), otrekas (andernfalls)


8.4. Andere

a) Häufigkeit:

sempre – immer

oftem – oft

rarem – selten

pinchanem – gewöhnlich

neva – niemals

Lu sempre tardi. – Er verspätet sich immer.

b) Zeit:

yeri – gestern

sedey – heute

manya – morgen

nau – jetzt

poy – danach, später

sun – bald

turan – plötzlich

tuy – sofort

yo – schon

haishi – noch, bisher

snova – wieder

Sedey meteo es hao. Me bu jan kwel meteo ve bi manya. – Heute ist das Wetter gut. Ich weiß nicht, welches Wetter morgen sein wird.

Me yo jan om to. – Ich weiß darüber schon Bescheid.

Lu haishi safari. – Er reist noch.

c) Vermutung:

shayad – vielleicht

mogbi – möglicherweise

musbi – muss wohl

semblem – anscheinend

sertem – sicherlich

zaruu – bestimmt

verem – wirklich

ouran – zufällig, irrtümlich

Shayad ta bu ve lai. – Vielleicht wird er/sie nicht kommen.

Musbi ta he fogeti. – Er/Sie muss es wohl vergessen haben.

d) Ergänzung, Bestätigung:

yoshi – außerdem, zusätzlich, auch

toshi – ebenfalls, auch

Me hev blan kamila.Yoshi me hev rude rosa. – Ich habe eine weiße Kamille. Außerdem habe ich eine rote Rose.

Lu toshi hev rosa. – Er hat ebenfalls eine Rose.

e) Ungenauigkeit:

hampi – fast

sirke – circa, etwa

vaika – zumindest

kwasi – quasi, als ob

Hampi oli lai. – Fast jeder kommt.

Me hev sirke dwa litra milka. – Ich habe etwa zwei Liter Milch.

Dai ba vaika fo un minuta! – Gib es (mir) wenigstens für eine Minute!

Ela kwasi bu merki me. – Sie tut so, als bemerke sie mich nicht.

f) Grad: gro (sehr, höchst)

Lu lubi suy molya gro. – Er liebt seine Ehefrau sehr.

g) Ausnahme:

sol – nur

sim – einfach, lediglich

yus – genau, just

rek – direkt, geradezu

Sol ela mog samaji me. – Nur sie kann mich verstehen.

Sim silensi ba idyen. – Sei einfach ein wenig still.

Sey kamina dukti rek a urba. – Diese Straße führt direkt zur Stadt.

h) Fortdauer: for (weiter)

Ta gun for. – Er/Sie arbeitet weiter.

i) Distanz: wek (weg, fort)

Go wek! – Geh weg!

j) los (lose, frei)

Doga es los. – Der Hund ist los.

k) on (an), of (aus) (Gerät)

Mah radio on. – Mach das Radio an.

l) Betonung: iven (sogar), primem (zunächst)

Iven kinda mog samaji se. – Sogar ein Kind kann dies verstehen.

m) vergeblich: vanem

Li shuki ol dey, bat vanem. – Sie haben den ganzen Tag gesucht, aber vergeblich.


Verben

Beispiele: vidi (sehen), jan (wissen), shwo (sprechen).

9.1. Morphologie

Das Verb ist unveränderlich. Grammatische Bedeutungen werden über spezielle Partikeln ausgedrückt. Es gibt nur ein unregelmäßiges Verb:

bi – sein

es – bin/bist/ist/sind/seid

bin – war/warst/waren/wart


9.2. Zeiten

Wenn die Zeit auf anderem Wege angedeutet wird, kann die Grundform des Verbs benutzt werden.

Unves me miti rega. – Einmal traf ich einen König / eine Königin.


Die Zeit kann durch Partikeln spezifiziert werden:

a) ve (Zukunft), -te (Vergangenheit)

Me lekti mucho. – Ich lese viel.

Bat me bu lekti-te sey kitaba. – Aber ich habe dieses Buch nicht gelesen.

Me ve lekti it. – Ich werde es lesen.


b) zai (fortgesetzte Handlung, gerade)

Me bu mog lai nau, me zai chi deyfan. – Ich kann jetzt nicht kommen, ich esse gerade zu Mittag.

Kwo me zwo yeri klok sit? Me zai promeni-te in shulin. – Was tat ich gestern um 6 Uhr? Ich ging im Wald spazieren.


c) he (abgeschlossene Handlung)

Me he zwo olo. – Ich habe alles getan.

d) yus he (unmittelbare Vergangenheit, soeben, gerade erst)

Way yu es gande? Me yus he woshi yu! – Warum bist du schmutzig? Ich habe dich gerade erst gewaschen!

e) gwo (unbestimmte Vergangenheit, irgendwann einmal; gewohnt sein)

Ob nu gwo miti koylok? – Haben wir uns schon einmal irgendwo getroffen?

f) sal (unmittelbare Zukunft, jetzt gleich)

Sup es tayar. Nu sal chi deyfan. – Die Suppe ist fertig. Wir essen jetzt gleich zu Mittag.


9.3. Konjunktiv (würde): wud

Me wud yao bi rega. – Ich wäre gern König/Königin.


9.4. die Meinung anderer wiedergeben: muka (angeblich)

Lu muka lubi ela. – Angeblich liebt er sie.


9.5. Imperativ:

a) ba

Gani ba, me pri audi wen yu gani. – Singe! Ich möchte hören, wenn du singst.

b) hay (möge), magari (ich wünschte), nomagari (ich wünschte nicht)

Hay may yaosa fulfil! – Möge mein Wunsch sich erfüllen!

Magari surya lai! – Ich wünschte die Sonne käme!

Nomagari pluvi! – Ich wünschte es würde nicht regnen!

c) bye = bu … ba (nicht!)

Bye lai! (= Bu lai ba!) – Komm nicht!


9.6. transitiv / intransitiv (bei Bedarf):

a) intransitiv: fa- (sein)

astoni – erstaunen, fa-astoni – erstaunt sein

b) transitiv: mah- (verursachen)

lwo – fallen, mah-lwo – fallen lassen


9.7. Erscheinen / Andauern (bei Bedarf):

a) en- (beginnen)

Poy ta en-gani. – Dann begann er/sie zu singen.

b) ek- (einmal oder plötzlich):

Ela ek-krai turan. – Plötzlich schrie sie auf.

c) Verbverdopplung (Handlung dauert an oder wird häufig wiederholt)

Lu go-go pa shamba. – Er schritt im Zimmer auf und ab.

d) Adverb oltaim (durchgehende oder ständig wiederholte Handlung, die ganze Zeit)

Lu shwo oltaim. – Er spricht die ganze Zeit.


9.8. Passiv: gei (wird gerade getan)

Me zai lekti sey kitaba, also it gei lekti. – Ich lese gerade dieses Buch, also wird es gerade gelesen.


9.9. Partizipien:

a) -she (aktiv)

Me zai lekti, me es lekti-she. – Ich lese gerade, ich bin lesend.

b) -ney (passiv oder vergangen)

Me he lekti sey kitaba, it es yo lekti-ney. – Ich habe dieses Buch gelesen, es ist schon gelesen.

Lu yus he lai, lu es yo lai-ney. – Er ist soeben gekommen, er ist schon gekommen.


9.10. Partizip: -yen (während)

Me zai slu kan-yen yu. – Ich höre zu, während ich dich anschaue.


9.11. Gleichzeitigkeit: al

Al vidi me lu ahfi swa. – Als er mich sieht versteckt er sich.


9.12. Erfolg der Handlung: afte (nachdem)

Afte vidi un ves yu neva fogeti. – Nachdem du es einmal gesehen hast, vergisst du es niemals.


Spezielle Verben

10.1. fai (kann in Kombination mit einem Nomen jedes Verb ersetzen)

fai kama – im Bett liegen / schlafen

10.2. mah (verursachen, machen dass)

mah sikin agude – das Messer schärfen (= mah-agude sikin)

10.3. hev (haben), ye (es gibt), yok (es gibt nicht), walaa (hier ist)

Me hev dwa kalam. – Ich habe zwei Stifte.

Kalam ye, bat papir yok. – Es gibt einen Stift, aber es gibt kein Papier.

Walaa may shamba. – Hier ist mein Zimmer.


10.4. Modalverben

a) Möglichkeit, Fähigkeit: mog (können)

Me mog zwo se. – Ich kann dies tun.

Bu mog jivi sin akwa. – Man kann nicht leben ohne Wasser.

b) wissen wie: janmog (können)

Me janmog gani hao. – Ich kann gut singen.

c) Erlaubnis: darfi (dürfen)

Hir bu darfi fumi. – Hier darf man nicht rauchen.

d) brauchen, benötigen: nidi (brauchen)

Me nidi chi koysa. – Ich benötige etwas zu essen.

e) verpflichtet sein: majbur (müssen, gezwungen sein)

En-pluvi, me majbur go a dom. – Es beginnt zu regnen, ich muss nach Hause gehen.

f) notwendig, erforderlich: treba (nötig sein)

Treba fini til aksham. – Es ist notwendig es bis zum Abend zu beenden.

g) gai (sollte)

Bu gai lanfai. – Man sollte nicht faul sein.

h) mus (müssen)

Me mus go a ofis. – Ich muss zum Büro gehen.

i) yao (wollen)

Me yao shwo kun yu. – Ich will mit dir sprechen.

j) pri (mögen)

Me pri raki bisikla. – Ich mag es, Rad zu fahren.


10.5. „Intensive“ Verben (vor einem anderen Verb)

a) erfolgreiche Handlung: pai (erreichen, es schaffen)

Me pai ofni boxa. – Ich habe es geschafft, die Schachtel zu öffnen.

b) Andeuten eines neuen Zustandes: lwo in (fallen in)

Ela lwo in plaki. – Sie bricht in Tränen aus.

c) unerwartet: dai (geben)

dai shwo – herausplatzen


10.6. val (wert sein)

Val slu pyu atentem. – Es ist wert, aufmerksamer zuzuhören.

10.7. Verb des Zustandes: sta (gehen, fühlen)

Komo yu sta? – Wie geht es dir?

Me sta hao. – Mir geht es gut.


Zusammengesetzte Wörter

Wenn zwei aufeinanderfolgende Wörter eine neue Bedeutung ergeben (zumindest geringfügig), so werden sie zusammen geschrieben.

11.1. Das letzte Wort ist das bestimmende:

gun (arbeiten) + taim (Zeit) = guntaim (Arbeitszeit)

surya (Sonne) + flor (Blume) = suryaflor (Sonnenblume)

maus (Maus) + kapter (Fänger, Falle) = mauskapter (Mausefalle)


11.2. Einige Wörter werden häufig benutzt, um zusammengesetzte Wörter zu bilden:

a) jen (Mensch, Person), man (Mann), gina (Frau)

jadu – Zauberei

jadujen – Zauberer/Zauberin

jadugina – Zauberin

jaduman – Zauberer


b) yuan (Beschäftigter, Angestellter)

polis – Polizei

polisyuan – Polizist


c) guan (Institution)

kitaba – Buch

kitabaguan – Bücherei


d) loko (Ort)

habitilok – Wohnort


e) menga (große Menge)

jenmenga – Menschenmenge


f) fin (Ende)

lekti – lesen

finlekti – bis zum Ende durchlesen


g) swa (sich selbst)

swa-luba – Selbstliebe

swa-kontrola – Selbstkontrolle


h) for (fortgesetzt, weiter)

for-gunsa – Arbeitsfortsetzung


i) kontra (gegen)

kontratoxin – Gegengift

kontrapon – widersetzen


j) sin (ohne)

sinsensu-ney – bedeutungslos


k) tra (durch, hindurch)

go – gehen

trago – hindurchgehen


Partikeln die die Wortklasse verändern

12.1. Nomen => Adjektiv:

a) -ney (für Nomen die auf …а enden existiert eine Kurzform: resta-ney = reste)

interes – Interesse interes-ney – interessant

b) …ful (…voll, voller …)

luma – Licht lumaful – voller Licht, leuchtend

c) …lik (gleich im Aussehen oder in der Art)

gina – Frau ginalik – fraulich, feminin


12.2. Adjektiv => Nomen:

12.2.1. Suffixe

a) …a (für Adjektive die auf …e enden, etwas oder jemand mit dieser Qualität):

adulte – erwachsen adulta – Erwachsener

konstante – konstant konstanta – Konstante

b) …(i)taa (bildes abstrakte Nomen mit weiter Bedeutung)

vere – wahr veritaa – Wahrheit

hao – gut haotaa – Güte, das Gute

c) …nesa (bildes abstrakte Nomen)

gao – hoch gaonesa – Hoheit gaotaa – Höhe

d) …nik (charakteristische Eigenschaft)

hao – gut haonik – guter Kerl

e) …(i)ka (etwas Konkretes mit dieser Eigenschaft)

mole – weich molika – Brei


12.2.2. Partikeln:

a) lo

Lo zuy muhim es luba. – Das Wichtigste ist Liebe.

b) -la / -las (vermeidet die Wiederholung des Nomens)

Walaa dwa rosa. Sey-la es rude, toy-la es blan. – Hier sind zwei Rosen. Diese (Rose) ist rot und jene (Rose) ist weiß.

c) wan (nur für Menschen)

Syao wan bu lai. – Der Kleine kommt nicht.


12.3. Adjektiv => Adverb: …em (der betonte Vokal ändert sich nicht) oder die gleiche Form

a) für Adjektive die auf …e enden:

klare – klar (Adj.) klarem – klar (Adv.)

b) für Adjektive die auf einem Konsonanten enden:

santush – zufrieden (Adj.) santushem – zufrieden (Adv.)

c) für andere Adjektive ändert sich die Form nicht

hao – gut (Adj./Adv.) kway – schnell (Adj./Adv.)


12.4. Nomen => Adverb: -nem

amiga – Freund amiga-nem – freundlich

12.5. Nomen => Verb:

a) …vati (wenn die Ableitung mit …i nicht gut passt)

pao – Blase paovati – blubbern

b) …isi (herstellen, in einen Zustand bringen)

memoria – Gedächtnis memorisi – merken


12.6. Adjektiv => Verb

a) fa- / …ifi (zu etwas werden)

hao – gut fa-hao – besser werden

leve – leicht levifi – leichter werden

b) mah- / …isi (machen, veranlassen)

gran – groß mah-gran – größer machen, vergrößern

klin – sauber klinisi – sauber machen, säubern

c) …fai (sein / verhalten wie)

hwan – gelb hwanfai – gelb erscheinen/zeigen


12.7. Verb => Nomen

12.7.1. ohne speziellen Bedeutungswandel

a) …a (für Verben die auf „Konsonant + i“ enden)

…sa (für andere Verben; Handlung, Resultat)

lubi – lieben luba – Liebe

gun – arbeiten gunsa – Arbeit

gloti – schlucken glota – ein Schluck

b) …ing (der Vorgang/Prozess; der betonte Vokal wechselt nicht)

swimi – schwimmen swiming – das Schwimmen

gloti – schlucken gloting – das Schlucken

c) tu

Tu samaji es tu pardoni. – Verstehen ist Vergeben.


12.7.2. Macher

a) …er (Macher oder Werkzeug)

leki – medizinisch behandeln leker – Arzt

ofni – öffnen ofner – Öffner

b) -sha (eine Person die eine Aktion durchführt)

plei – spielen plei-sha – Spielender, Spieler

c) …nik (eine Person mit einer charakteristischen Besonderheit)

fobi – Angst haben fobnik – Angsthase


12.7.3. auf die Handlung bezogen

a) …tura (das Endresultat)

shwo – sprechen shwotura – Spruch

b) …wat (das Objekt der Handlung)

pi – trinken piwat – Getränk

c) …ka (ein Objekt in Bezug zur Handlung)

pendi – hängen pendika – Aufhänger, Halterung


12.8. Verb => Adjektiv

12.8.1. mit allgemeiner Bedeutung

a) …ke (bezogen auf)

helpi – helfen helpike – helfend

hao-chi-ke fan – leckeres Essen

b) -she (aktives Partizip), -ney (passives Partizip)

skribi – schreiben skribi-she – schreibend

skribi – schreiben skribi-ney – geschrieben


12.8.2. mit spezieller Bedeutung

a) …bile (Möglichkeit)

vidi – sehen vidibile – sichtbar

b) …shil – tendieren zu)

kusi – beißen kusishil – bissig

c) …val (wert sein)

admiri – bewundern admirival – bewundernswert


12.9. Verb => Adverb

a) -shem (für Verben die auf …i enden existiert eine Kurzform: sembli-shem = semblem)

ahfi – verstecken ahfi-shem – auf versteckte Weise, verstohlen

b) -nem

ofensi – beleidigen ofensi-nem – beleidigt scheinend


Partikeln die die Wortklasse nicht verändern

13.1. Allgemeines

13.1.1. Gegenteil: no…

pinchan – gewöhnlich nopinchan – außergewöhnlich


13.1.2. Verkleinerung / Vergrößerung:

a) -ki (Verkleinerung ohne grundsätzliche Bedeutungsänderung)

doga – Hund doga-ki –Hündchen

somni – schlafen somni-ki – ein Nickerchen machen

b) …kin (Verkleinerung mit Bedeutungsänderung)

dom – Haus domkin – Hütte

c) gro- (Vergrößerung ohne grundsätzliche Bedeutungsänderung)

okos – Augen gro-okos – große Augen

gao – hoch gro-gao – sehr hoch

danke – danke gro-danke – danke sehr

pluvi – regnen gro-pluvi – gießen

d) …gron (Vergrößerung mit Bedeutungsänderung)

denta – Zahn dentagron – Stoßzahn, Hauer


13.1.3. pre… (Vorgänger)

vidi – sehen previdi – vorhersehen

nam – Name prenam – Vorname

yeri – gestern preyeri – vorgestern


13.1.4. negative Attitüde

a) dus… (schlecht, übel)

fauha – riechen dusfauha – stinken

trati – behandeln dustrati – misshandeln

b) shma- (Geringschätzung)

kaval – Pferd shma-kaval – Klepper

skribi – schreiben shma-skribi – kritzeln


13.1.5. Ähnlichkeit: -si

kitaba-si – eine Art Buch

13.2. Nomen

a) …inka (Partikel einer Menge)

snega – Schnee sneginka – Schneeflocke

b) …tot (Gesamtheit)

rishta – Verwandter rishtatot – Verwandtschaft, Sippe

c) yun… (Tierjunges)

kota – Katze yunkota – Kätzchen

d) pra… (Vorfahre)

opa – Großvater praopa – Urgroßvater

lingwa – Sprache pralingwa – Ursprache

e) …ista (Doktrin oder Beruf)

denta – Zahn dentista – Zahnarzt

f) …nik (Träger einer charakteristischen Eigenschaft)

kitaba – Buch kitabnik – Buchliebhaber

g) …dan (Behälter)

nayu – Butter nayudan – Butterdose

h) fuy- (Abscheu)

jen – Mensch, Person fuy-jen – fieser Kerl

i) stif- (Stief…)

mata – Mutter stif-mata – Stiefmutter

j) -inloo (Verwandtschaft durch Heirat, Schwieger…)

brata – Bruder brata-inloo – Schwager


13.3. Adjektiv


13.3.1. bu… (Negation, aber nicht Gegenteil)

gran – groß bugran – nicht groß

13.3.2. …ish (in gewissem Grade)

blan – weiß blanish – weißlich

hao – gut haoish – passabel

13.4. Verb

13.4.1. Präfixe des Erscheinens

a) en- (Beginn)

lubi – lieben en-lubi – verlieben

b) ek- (einmal oder plötzlich)

krai – schreien ek-krai – aufschreien

13.4.2. de(s)… (Gegenteil)

sharji – laden desharji – entladen, ausladen

13.4.3. andere Präfixe

a) ras… (trennen, aufteilen, verteilen)

dai – geben rasdai – verteilen, an verschiedene Leute geben

b) ri… (wieder)

zwo – tun rizwo – erneut tun

c) ko- (zusammen, mit)

senti – fühlen ko-senti – mitfühlen

d) be… (wechselt das Objekt)

dumi – denken bedumi koysa – über etw. nachdenken

chori – rauben bechori koywan – jmd. berauben


Präpositionen

14.1. Platzierung einer Präposition

14.1.1. der Präposition kann folgen:

a) ein Nomen (oder eine Nomengruppe)

fo molya – für die Ehefrau

b) ein Verb

fo miti – um zu treffen

c) ke + Phrase

fo ke yu samaji – damit du verstehst


14.1.2. Bei Bedarf kann die Präposition nach dem Wort gesetzt werden. In diesem Fall wird die Partikel den verwendet:

den kinda om – über das Kind

14.2. einfache Präpositionen

14.2.1. Zugehörigkeit: de

kitaba de boy – das Buch des Knaben

14.2.2. Richtung: a

dai a me – gib mir go a dom – zum Haus gehen / nach Hause gehen

14.2.3. Zweck: fo

dona fo yu – ein Geschenk für dich

14.2.4. Grund, Anlass: por (wegen)

bu lai por morba – wegen Krankheit nicht kommen

14.2.5. Thema: om (über)

dumi om molya – über die Ehefrau nachdenken

14.2.6. kun (mit), sin (ohne)

promeni kun kinda – mit dem Kind spazieren gehen

chay sin sukra – Tee ohne Zucker

14.2.7. Macher, Werkzeug: bay

chi bay chiza – mit dem Löffel essen

gana (skriben) bay Vysotski – ein Lied (geschrieben) von Vysotski

14.2.8. Objekt der Handlung: an

kansa an dom – ein Blick auf das Haus

14.2.9. Übereinstimmung: segun (nach, gemäß)

plei segun regula – spielen nach/gemäß den Regeln

14.2.10. Wechsel, Austausch: pur

kupi pur mani – kaufen für Geld zwo pur amiga – anstelle eines Freundes tun

14.2.11. vermittels: via

en-jan habar via visin – die Neuigkeit vom Nachbarn erfahren

14.2.12. Gleichzeitigkeit: al

lagi al lekti – liegen beim Lesen

14.2.13. Material: aus (aus)

kastela aus ramla – eine Burg aus Sand

14.2.14. charakteristische Eigenschaft: do

okula do surya – Sonnenbrille

14.2.15. Verhältnis, Beziehung: relatem (bezüglich)

Me es neutrale relatem sey kwesta. – Ich bin bezüglich dieser Frage neutral.

14.2.16. Befürwortung: pro (dafür)

Li shwo pro guverna. – Sie sprechen für die Regierung.

14.2.17. Wiederspruch: kontra (gegen)

kontra may vola – gegen meinen Willen

14.3. Präpositionen der Beziehung

14.3.1. Ersatz: inplas (an Stelle, anstatt)

onpon jupa inplas panta – einen Rock statt einer Hose anziehen

14.3.2. Ausnahme: exepte (ausgenommen)

oli exepte me – alle außer mir

14.3.3. außerdem: krome (neben, außer)

Lu hev mucho amiga krome me. – Er hat viele Freunde außer mir.

14.3.4. Zugeständnis: malgree (trotz)

Nu promeni malgree pluva. – Wir gehen trotz des Regens spazieren.


14.4. Präpositionen des Ortes und der Richtung („komo“ bedeutet, dass die Präposition unabhängig – als Adverb – benutzt werden kann)

14.4.1. in Grenzen:

a) in (in, im)

promeni in shulin – im Wald spazieren gehen

b) inen (komo) (innen, innerhalb)

Ye koysa inen boxa. – Etwas ist in der Schachtel.

14.4.2. ausen (komo) (außen, außerhalb)

May oma jivi ausen urba. – Meine Großmutter lebt außerhalb der Stadt.

14.4.3. bli (komo) (nahe, nah bei)

Skola es bli dom. – Die Schule ist nah beim Haus.

14.4.4. traen (komo) (jenseits, auf der anderen Seite von)

Es tume traen winda. – Es ist dunkel jenseits des Fensters.

14.4.5. in Beziehung zu anderen Dingen:

a) inter (zwischen)

Nu es inter skay e arda. – Wir sind zwischen Himmel und Erde.

b) miden (inmitten, mitten unter)

miden amigas – unter Freunden

14.4.6. lineare Reihenfolge:

a) bifoo (vor)

b) afte (nach)

In sey fila yu es bifoo me e afte ela. – In dieser Reihe bist du vor mir und hinter ihr.

Bifoo chifan gai woshi handas e afte chifan gai shwo „danke“. – Vor dem Essen sollte (man sich) die Hände waschen und nach dem Essen sollte (man) „danke“ sagen.

14.4.7. räumliche Reihenfolge:

a) avanen (komo) (vor)

avanen kolona – vor der Kolonne

b) baken (komo) (hinter)

baken dwar – hinter der Tür

14.4.8. vertikal:

a) on (auf)

Kitaba es on tabla. – Das Buch ist auf dem Tisch.


b) sobre (über), sub (unter)

Papagay flai sobre tabla, kota sidi sub lemar. – Der Papagei fliegt über den Tisch, die Katze sitzt unter dem Schrank.

c) uuparen (komo) (oben, am oberen Ende), nichen (komo) (unten, am unteren Ende)

nichen kolina – am Fuße des Hügels fon uuparen – von oben

14.4.9. horizontal:

a) flanken (komo) (an der Seite von)

Flanken dom ye garden. – An der Seite des Hauses gibt es einen Garten.

b) leften (komo) (links, auf der linken Seite), desnen (komo) (rechts, auf der rechten Seite)

In korpa kordia es leften. – Im Körper ist das Herz links.

14.4.10. sirkum (komo) (herum)

sirkum dom – um das Haus herum

14.4.11. kontra (komo) (gegenüber)

Teatra es kontra sirkus. – Das Theater ist gegenüber dem Zirkus.

14.4.12. ein typischer Platz: she (bei)

Me es she me. – Ich bin bei mir (zu Hause).

14.5. Präpositionen der Bewegung („komo“ bedeutet, dass die Präposition unabhängig – als Adverb – benutzt werden kann)

14.5.1. Richtung hin:

a) a (nach, zu)

Me zai go a dom. – Ich gehe gerade nach Hause.

b) versu (in Richtung, entgegen)

Treba turni versu dom. – Es ist nötig nach Hause umzudrehen.

14.5.2. Richtung: fon (von)

May mata zai go fon dom fo miti me. – Meine Mutter kommt gerade von zu Hause, um mich zu treffen.

14.5.3. inu (komo) (hinein)

Bye stan, go inu dom. – Stehe nicht herum, geh ins Haus!

14.5.4. aus (komo) (heraus)

Me bu mog findi dao aus shulin. – Ich kann den Weg aus dem Wald heraus nicht finden.

14.5.5. tra (durch, hindurch)

Me mog vidi yu tra winda. – Ich kann dich durch das Fenster sehen.

14.5.6. along (entlang)

go along riva – den Fluss entlang gehen

14.5.7. vertikal: uupar (komo) (hinauf), nich (komo) (hinunter)

go uupar kolina – den Hügel hinauf gehen

14.5.8. horizontal: avan (komo) (vorwärts), bak (komo) (zurück)

go bak kamina – die Straße zurückgehen

14.5.9. Auftreffen: kontra (gegen)

Me apogi kontra mur. – Ich lehne mich gegen die Wand.

14.5.10. pas (passieren, vorbei…)

Oni go pas e bu merki nixa. – Man geht vorbei und bemerkt nichts.

14.6. Präpositionen der Zeit

14.6.1. Zeitraum: fo (für)

Me pren it fo tri dey. – Ich nehme es für drei Tage.

14.6.2. Dauer: duran (während)

duran gwer – während des Krieges

14.6.3. Beginn: depos (seit)

Me es hir depos klok sit. – Ich bin hier seit sechs Uhr.

14.6.4. Grenzen: fon (von), til (bis)

Me majbur bi hir fon sabah til aksham. – Ich muss hier sein vom Morgen bis zum Abend.

14.6.5. afte (nach, danach, in)

Me ve bi hir afte klok sit. – Ich werde nach sechs Uhr hier sein.

Me lai afte dwa minuta. – Ich komme in zwei Minuten.

14.6.6. bifoo (vor, davor, bis)

Treba zwo se bifoo klok sem. – Es ist nötig, dies vor sieben Uhr zu tun.

14.7. Präpositionen der Zahl

14.7.1. ungefähr: sirke (circa, etwa)

sirke dwa metra – etwa zwei Meter

14.7.2. Verteilung pro Einheit: per (pro, je)

dwa dolar per jen – zwei Dollar pro Person

14.7.3. Verteilung in Portionen: po (für, jeweils)

Olo es po dwa dolar. – Jedes Teil kostet zwei Dollar.

14.8. Präposition allgemeiner Bedeutung: pa

pa fortuna – zum Glück shwo pa ruski – Russisch sprechen

pa mur – an der Wand


Konjunktionen

15.1. Konjunktionen verbinden Wörter der gleichen Klasse oder ganze Satzteile.

15.1.1. einfach:

a) Kombination: e (und)

me e yu – ich und du

Me janmog rasmi e gani. – Ich kann zeichnen und singen.

b) Kontrast: bat (aber)

Me janmog rasmi, bat me bu janmog gani. – Ich kann zeichnen, aber ich kann nicht singen.

c) Alternative: o (oda) (oder)

Pren sey kitaba o toy-la. – Nimm dieses Buch oder jenes (Buch).

15.1.2. doppelt:

a) i … i (sowohl … als auch)

Me lubi i yu i ela. – Ich liebe sowohl dich als auch sie.

b) ni … ni (weder … noch)

Me bu yao vidi li, ni lu ni ela. – Ich will sie nicht sehen, weder ihn noch sie.

c) oda … oda (entweder … oder)

Nu sal hev oda son oda docha. – Wir werden gleich entweder einen Sohn oder eine Tochter haben.

d) nau … nau (mal … mal)

Ta shwo nau lautem, nau kyetem. – Er/Sie spricht mal laut, mal leise.

15.1.3. phrasal:

a) Bedingung: si (falls)

Me lai si yu yao. – Ich komme, falls du willst.

b) Zugeständnis: obwol (obwohl)

Ta bu lai obwol me he pregi. – Er/Sie kommt nicht, obwohl ich darum bat.

c) Zweck: dabe (damit)

Me shwo dabe yu samaji me. – Ich spreche, damit du mich verstehen kannst.

d) Grund: bikos (da, weil); sikom (da, denn)

Me lai bikos yu pregi. – Ich komme, weil du bittest.

Sikom yu bu pregi, me bu ve lai. – Da du nicht bittest, werde ich nicht kommen.

e) plötzlicher Umstand: ewalaa

Me zai somni ewalaa baji gro. – Ich schlafe gerade - und plötzlich schellt es heftig.

f) Gegensatz: yedoh (jedoch)

Me koni yu yedoh me bu koni yur sista. – Ich kenne dich, jedoch kenne ich nicht deine Schwester.


Numerale

16.1. Wörter die eine Zahl anzeigen (Nomen werden damit in der Grundform benutzt)

16.1.1. Basiszahlen

a) Einer

0 nol 1 un 2 dwa 3 tri 4 char

5 pet 6 sit 7 sem 8 ot 9 nin

b) 10 bis 19 (die Einer mit Bindestrich angehängt)

10 shi 11 shi-un 12 shi-dwa 13 shi-tri 14 shi-char

15 shi-pet 16 shi-sit 17 shi-sem 18 shi-ot 19 shi-nin

c) Zehner (zusammen geschrieben)

10 shi 20 dwashi 30 trishi 40 charshi 50 petshi

60 sitshi 70 semshi 80 otshi 90 ninshi

d) Hunderter (zusammen geschrieben)

100 sto 200 dwasto 300 tristo 400 charsto 500 petsto

600 sitsto 700 semsto 800 otsto 900 ninsto

e) Tausender (getrennt geschrieben)

1.000 (un) mil 2.000 dwa mil 3.000 tri mil 4.000 char mil 5.000 pet mil

6.000 sit mil 7.000 sem mil 8.000 ot mil 9.000 nin mil

f) Millionen (getrennt geschrieben)

1.000.000 (un) milion 2.000.000 dwa milion 3.000.000 tri milion

4.000.000 char milion 5.000.000 pet milion 6.000.000 sit milion

7.000.000 sem milion 8.000.000 ot milion 9.000.000 nin milion

g) Kombinationen

dwashi-un – 21 petshi-sem – 57

dwashi-dwa mil ninsto-petshi-sem – 22.957

16.1.2. Brüche: …fen

un dwafen – 1/2 sem shifen – 7/10

tri koma pet – 3,5

16.1.3. Ordinale und Adjektive:

un-ney – erste dwa-ney – zweite tri-ney – dritte

unple – einfach dwaple – zweifach


16.1.4. Adverbien:

un-nem – erstens dwa-nem – zweitens

dwaplem –zweifach triplem – dreifach

16.1.5. Nomen:

unka – Eins dwaka – Zwei trika – Drei

haf – Hälfte para – Paar

16.1.6. Pronomen

a) mucho – viel, viele

b) pluri – mehrere

c) kelke – einige

d) idyen –ein bisschen

e) shao – wenige

Me vidi mucho flor. – Ich sehe viele Blumen.

Ta hev shao kalam. – Er/Sie hat wenige Stifte.

f) zuy mucho = maiste (meiste), zuy shao = minim (wenigste)

Lu hev minim bonbon. – Er hat die wenigsten Bonbons.

g) kwanto – wie viel, wie viele

h) tanto – so viel, so viele

16.2. Datum

16.2.1. Die Tage der Woche werden gebildet aus „Zahl + di“ oder mit den traditionellen Planetennamen:

undi lunadi Montag

dwadi marsadi Dienstag

tridi merkudi Mittwoch

chardi jupidi Donnerstag

petdi venudi Freitag

sitdi satudi Samstag

semdi suryadi Sonntag

16.2.2. Die Monatsnamen basieren auf den traditionellen lateinischen Namen oder alternativ auf Zahlenangaben:

januar mes-un Januar

februar mes-dwa Februar

marto mes-tri März

april mes-char April

mey mes-pet Mai

yuni mes-sit Juni

yuli mes-sem Juli

augusto mes-ot August

septemba mes-nin September

oktoba mes-shi Oktober

novemba mes-shi-un November

desemba mes-shi-dwa Dezember


dey trishi-un de mes-shi-dwa – 31. Dezember

dey 21 mes 9 yar 1945 – 21.09.1945


16.3. Uhrzeit: klok

klok dwa – zwei Uhr (2:00 Uhr)

klok shi-char – vierzehn Uhr (14:00 Uhr)

klok sem sin pet – fünf vor sieben (6:55 Uhr)

klok sit (e) petshi-pet – sechs Uhr fünfunffünfzig (6:55 Uhr)

klok sit e haf – halb sieben („halb nach sechs“) (6:30 Uhr)

klok sit (e) trishi – sechs Uhr dreißig (6:30 Uhr)

klok shi-ot (e) trishi – achtzehn Uhr dreißig (18:30 Uhr)

klok nin sin charfen – viertel vor neun (8:45 Uhr)

klok ot (e) charshi-pet – acht Uhr fünfundvierzig (8:45 Uhr)


Interjektionen und Wendungen

17.1. Gruß

17.1.1. Swasti! – Sei fröhlich! Friede auf Erden! (Universalgruß)

17.1.2. Zusammengesetzter Gruß

Hao sabah! – Guten Morgen! Hao dey! – Guten Tag!

Hao aksham! – Guten Abend! Hao nocha! – Gute Nacht!

17.1.3. Einfacher Gruß

Salam! – Hallo! Haloo! – Hallo!

Ola! – Hallo! Swaagat! – Willkommen!

Namastee! – Hallo!

Nihao! – Wie geht es?

Chao! – Hi!


17.1.4. Abschied

Chao! – Tschüss!

Adyoo! – Adieu!

Swasti! – Alles Gute!


17.2. Höflichkeitsworte

17.2.1. Dank

Danke! – Danke!

Shukran! – Danke!

Danke gro! – Vielen Dank!

Bi hao! – Bitte!


17.2.2. Entschuldigung

Skusi! – Entschuldigung!


17.2.3. Frage

Plis – bitte (bei Fragen)

Bi karim – sei so nett


17.3. Interjektionen

Afsos! – Oje!

Kamon! – Mach schon!

wel! – Nun ja!

Aa! – Ah, ja!

Ay! – Aua!

Ah! – Ach!

Oo! – Oh!

Oo! – O! (Vokativ-Partikel)

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